Zeitraum
30.06.2022 – 01.09.2022
new message: your tenderness has been fully charged

Our Vessel

Über die Ausstellung

Mit der Installation «Our Vessel» von Stella Bohn, wird der KEINRAUM zu einem visuellen Archiv für assoziierte Sinnlichkeiten und Sexualität aller, die sich beteiligen wollen.

Welche Form hat deine Lust?

Wie riecht dein Kink?

Was ist die Essenz deines Verlangens?

Sich verletzlich zeigen, ohne die Bewertung anderer zu fürchten – Intimes nach aussen tragen, ohne verwundbar zu werden. «Our Vessel» lädt dazu ein, den KEINRAUM als geschützter, wie auch sichtbarer Raum gemeinsam zu füllen. Die kollektiv gesammelten Objekte in «Our Vessel» lassen sich jeweils durch die blickdichte Vakuumfolie lediglich erahnen  – und laden zu eigenen Imaginationen und Kopfkino ein:

Was verbirgt sich in der Filmdose?

Wie fühlt sich das vakuumierte Stück Stoff an?

Was hat ein Avocadokern mit Lust zu tun?

Stella Bohn

Stella Bohn (sie/keine) arbeitet multimedial wie auch prozessorientiert und fokussiert sich dabei auf die Themen Körper, Gender, Sexualität, chronische Krankheiten, Beziehungen und Dekolonialität.

Die Werke von Stella Bohn leben von den Kollaborationen mit anderen, wobei die Grenzen zwischen Persönlichem und Kollektivem oftmals genauso verschwimmen wie die von Sozialem und Künstlerischem. Ziel ist es, Normen zu hinterfragen und zur Sichtbarkeit von unterrepräsentierten Erzählungen beizutragen. Ihre Projekte sind experimentell – Forschungsreisen, die ein Stückchen näher zu sich selbst führen.

«Our Vessel» will genährt werden und wächst durch dein Mitwirken: Du bist eingeladen, dir Gedanken zu deiner Lust, deinen Begierden und deiner eigenen Sexualität zu machen und für diese symbolisch Objekte zu finden. Diese sollten nicht grösser sein als ein kleiner Stapel Bücher*, damit sie in die Vitrine passen. An einem von drei Standorte können die Objekte anonym zusammen mit einem Codewort abgeben werden. Am Ende der Ausstellung kommt dein Objekt natürlich wieder zu dir zurück.

Die Installation ist eine Adaption des «Mindful Kink Projects – M:NK», ein Gemeinschaftsprojekt, das sich seit 2019 mit Sexualität auseinandersetzt, um mit normativen Mustern von sexuellen Bedürfnissen, Geschlecht und Idealen zu brechen.

Ich will mit einem Objekt «Our Vessel» befüllen

HOW TO

  • Dein Objekt sollte nicht grösser als ein kleiner Bücherstapel* sein
  • Schreibe ein persönliches Codewort, bestehend aus einem Wort, dem Abgabedatum und dem Abgabeort auf einen Zettel. Zum Beispiel: Büsi.30.06.22.LU
  • Notiere dir dein Codewort, damit du es später wieder findest: Mit diesem bekommst du am Ende der Ausstellung das richtige Objekt wieder
  • Verpacke dein Objekt zusammen mit dem Codewort blickdicht, immaterielle Stoffe oder Flüssigkeiten bitte in einem dichten Behältnis
  • Lege das Päckchen in einen der folgenden Briefkasten, die mit einem M:INK-Sticker gekennzeichnet sind:

Bühlstrasse 24
8055 Zürich

Gempenstrasse 4
4053 Basel (ab 15.7)

Untere Dattenbergstrasse 7
6005 Luzern

  • Alternativ kannst du dein Objekt auch per Post schicken:

M:NK
Aubrigstrasse 1
8630 Rüti

  • Die Objekte werden von M:NK Helfer*innen gesammelt, von der Künstlerin abgeholt, vakuumiert und im KEINRAUM oder digital auf der Webseite zugänglich gemacht
  • Am Ende der Ausstellung können die Objekte am Abgabeort abgeholt werden
* 23x16x8cm

Literaturempfehlungen

«Ein Apartment auf dem Uranus: Chroniken eines Übergangs» (2020), Paul B. Preciado

«Vulva: Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts» (2009), Mithu M. Sanyal

«Decolonizing Sexualities: Transnational Perspectives, Critical Interventions» (2016), Sandeep Bakshi, Suhraiya Jivraj und Silvia Posocco

«What Ever The Fuck You Want!» (2020), Vock, Rosenwasser, Näf, Morgenstern, Barandun, Kleeb, von Felten, Brenner

11.08.22, 18–21 Uhr
nullkommanullvier kubikmeter: Stella Bohn

Mach’s dir selbst! Kinky Gear Workshop hosted by M:NK

In der cake session #8 haben wir in einem Workshop kinky Gear aus alten Fahrradschläuchen hergestellt. Simple Harnesses, Choker oder Peitschen, der Fantasie der Teilnehmer*innen war keine Grenzen gesetzt. Gemeinsam haben wir Zeit verbracht, einander geholfen und bei einem kuchigen Abendessen über unsere Kinks gesprochen.

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